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qm:aa_durchfuehrung_gefahrenanalyse

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Durchführung von IFS-Gefahrenanalysen AA-PP-001 Version 002
Rolle Signatur
Geprüft Geschäftsführung 8-)
Freigegeben QM 8-)

Grundsätzliches

1. Zweck: Diese Arbeitsanweisung beschreibt die systematische Durchführung von Gefahrenanalysen gemäß IFS Food sowie Codex Alimentarius zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit.
2. Geltungsbereich: Diese Arbeitsanweisung gilt für alle Produkte, Prozesse und Tätigkeiten der Pluripac GmbH.
3. Prozesseigner: HACCP-Team

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Definition
QMB Qualitätsmanagementbeaufragter
Gefahr (Hazard) Biologische, chemische, physikalische, allergene oder radiologische Ursache mit potenzieller Gesundheitsgefährdung
PRP Grundlegende Hygienemaßnahmen
oPRP Prozessspezifische Lenkungsmaßnahme ohne CCP-Charakter
CCP Kritischer Lenkungspunkt mit messbaren Grenzwerten

Flowchart

flowchart LR A([Start]) --> B[Gefahr bewerten W x A] B --> C{Risiko} C -->|niedrig| D[PRP] C -->|mittel| E[oPRP] C -->|hoch| F{CCP} F -->|Ja| G[CCP] F -->|Nein| E D --> H[Massnahmen] E --> H G --> H H --> I([Ende])

Arbeitsanweisung: Durchführung von IFS Gefahrenanalysen

Ziel ist es, potenzielle Gefahren zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Lenkungsmaßnahmen (PRP, oPRP, CCP) festzulegen.

Sie umfasst:

  • Rohstoffe
  • Produktionsprozesse
  • Verpackung
  • Lagerung

1. Verantwortlichkeiten

Aufgabe Verantwortlich Stellvertretung
Durchführung Gefahrenanalyse HACCP-Team QMB
Moderation / Freigabe HACCP-Teamleiter Geschäftsleitung
Pflege / Aktualisierung QMB HACCP-Team
Umsetzung Maßnahmen QMB Führungskräfte

2. Grundlagen

Die Gefahrenanalyse basiert auf:

Unsere VA-HACCP-002 Präventivprogramm (PRP) ist Grundlage der Gefahrenbeherrschung.

3. Durchführung der Gefahrenanalyse

3.1 Vorbereitung

  • Erstellung bzw. Aktualisierung der Fließdiagramme
  • Vor-Ort-Verifizierung durch das HACCP-Team (mind. jährlich oder bei Änderungen)

3.2 Identifikation von Gefahren

Für jeden Prozessschritt werden mögliche Gefahren ermittelt:

  • mikrobiologisch (z. B. Salmonellen)
  • chemisch (z. B. Reinigungsmittelrückstände)
  • physikalisch (z. B. Metall)
  • allergen (z. B. Kreuzkontamination)
  • radiologisch

3.3 Bewertung der Gefahren

Die Bewertung erfolgt anhand von:

Wahrscheinlichkeit (W):

  • 1 = sehr gering
  • 2 = gering
  • 3 = mittel
  • 4 = hoch

Schwere der Auswirkung (A):

  • 1 = begrenzt
  • 2 = mäßig
  • 3 = gravierend
  • 4 = sehr gravierend

Risikobewertung:

  • Risiko = W × A

3.4 Risikoeinstufung

Risiko Bewertung Maßnahme
1–2 gering Beherrschung durch PRP
3–4 mittel Prüfung auf oPRP
5–7 erhöht Entscheidungsbaum anwenden
≥8 hoch CCP erforderlich

3.5 Festlegung von PRP, oPRP und CCP

PRP Standardmaßnahmen (z. B. Hygiene, Reinigung)
oPRP zusätzliche Maßnahmen zur Risikoreduzierung mit Überwachung
CCP Maßnahmen mit kritischen Grenzwerten und kontinuierlichem Monitoring

Die Entscheidung erfolgt mittels HACCP-Entscheidungsbaum:

3.6 Festlegung von Lenkungsmaßnahmen

Für jede relevante Gefahr werden definiert:

  • Präventionsmaßnahmen
  • Monitoring (Was, Wie, Wer, Wie oft)
  • Grenzwerte (bei CCP)
  • Korrekturmaßnahmen
  • Dokumentation

3.7 Dokumentation

Die Ergebnisse werden in der Gefahrenanalyse dokumentiert:

  • Prozessschritt
  • Gefahr
  • Bewertung (W, A, Risiko)
  • Einstufung (PRP/oPRP/CCP)
  • Maßnahmen
  • Nachweisdokumente

5. Verifizierung und Aktualisierung

Die Gefahrenanalyse wird:

  • mindestens jährlich überprüft
  • bei Änderungen aktualisiert (z. B. neue Produkte, Prozesse)

Die Verifizierung umfasst:

  • Prüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen
  • Bewertung von Reklamationen
  • Ergebnisse interner Audits
  • gesetzliche Änderungen

Die Ergebnisse werden dokumentiert und freigegeben.


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qm/aa_durchfuehrung_gefahrenanalyse.1774595005.txt.gz · Zuletzt geändert: von susann.teuscher

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