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qm:kapseln
Herstellung von Kapseln AA-PR-003 Version 004
Rolle Signatur
Geprüft Geschäftsführung Michael Pfißtner 2026/03/31 14:32
Freigegeben QM Susann Teuscher 2026/03/31 14:32

Grundsätzliches

1. Zweck: Diese Arbeitsanweisung regelt Verantwortlichkeiten sowie das Vorgehen bei der Kapselherstellung mittels automatischer Kapselmaschinen.
2. Geltungsbereich: Diese Arbeitsanweisung gilt für den gesamten Produktionsbereich der Firma Pluripac GmbH. Sie regelt alle Tätigkeiten der Weiterverarbeitung von festen Rohstoffmischungen mittels automatischer Kapselmaschinen.
3. Prozesseigner: PR

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Definition
AV Arbeitsvorbereitung
QM Qualitätsmanagement
PR Produktion

Flowchart

flowchart LR A([Start]) --> B[Material + Maschine bereit] B --> C[Einstellen + Testlauf] C --> D[Produktion] D --> E[Kontrollen] E --> F{i.O.?} F -->|Nein| G[Nachjustieren] G --> E F -->|Ja| H[Abfüllen + Kennzeichnen] H --> I[Metalldetektion] I --> J([Ende])

Arbeitsanweisung: Herstellung von Kapseln

Die verantwortlichen Personen haben diese Arbeitsanweisung der Auftragsabwicklung anzuwenden, um einerseits die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, andererseits die Rohstoffmischungen ordnungsgemäß weiter zu verarbeiten.

1. Vorgehen

Die verantwortlichen Personen haben diese Verfahrensanweisung im Rahmen der Auftragsabwicklung anzuwenden, um:

  • die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten
  • die Rohstoffmischungen im Anschluss ordnungsgemäß weiterzuverarbeiten

1.1 Produktionsumfang

Bestellmengen ab 30.000 Kapseln werden auf den Kapselmaschinen Zanasi bzw. Praktika gefertigt.

1.2 Materialbereitstellung

  • Leerkapseln werden aus dem Lager entnommen
  • Einschleusung in den weißen Bereich
  • Transport in den Produktionsraum mittels Transportwagen

1.3 Maschinenprüfung

Vor Produktionsbeginn ist sicherzustellen:

  • alle Maschinenteile sind ordnungsgemäß eingebaut
  • alle Schrauben sind fest und unversehrt
  • keine Beschädigungen vorhanden

Ziel:

  • Vermeidung von Maschinenschäden
  • Vermeidung von Fremdkörpereintrag

1.4 Befüllung und Inbetriebnahme

  • Kapseln in den Kapselfülltrichter geben
  • Pulvermischung in das Pulverrotationsbecken einfüllen
  • Befüllung bis Füllstandsensor reagiert

Anschließend:

  • Maschine einschalten
  • Produktionseinstellungen vornehmen

1.5 Einstellung Kapselgewicht

  • Dosierknopf auf gewünschtes Gewicht einstellen
  • ca. 20 Kapseln produzieren
  • Gewicht kontrollieren
  • ggf. nachjustieren

Wiederholung bis Sollgewicht erreicht ist.

1.6 Optimierung der Befüllung

Maßnahmen bei Abweichungen:

  • Anpassung des Drucks am Kompressions-Ausstoßarm
  • Regulierung der Produktionsgeschwindigkeit

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Nachjustierung der Messer im Produktnivellierungskontrast
  • Anpassung von Sensorhöhe / Nivellierung

1.7 Produktspezifikation

Prüfung auf:

  • lebensmittelsicherheitsrechtliche Anforderungen
  • kundenspezifische Anforderungen

Vorgaben:

  • Verwendung ausschließlich freigegebener Rohstoffe und Premixe
  • gültige Analysenzertifikate und Spezifikationen müssen vorliegen

Bei Bioprodukten:

  • ausschließlich biokonforme Rohwaren und Kapseln verwenden

1.8 Verschlusskontrolle

  • Einstellung des Schließandrückers zur Sicherstellung des Kapselverschlusses

1.9 Produktionsdurchführung

Nach abgeschlossener Einstellung beginnt die Produktion.

Vorgaben:

  • Ziel: ± 2 % Gewichtsschwankung
  • zulässig: ± 5 % in Ausnahmefällen

1.10 Inprozesskontrollen

Regelmäßige Kontrollen:

  • Stichproben à 10 Kapseln (Gewicht)
  • Einzelwiegung von 10 Kapseln

Zusätzlich:

  • Kontrolle des Verschlusses mittels Größenmesser

1.11 Staubminimierung

Sicherzustellen:

  • alle Abdeckungen, Deckel und Absaugstutzen sind angebracht
  • Absaugung ist in Betrieb

1.12 Produktionsende

  • Maschine stoppt durch Füllstandsensor
  • Restpulver wird entfernt und entsorgt

1.13 Ausschuss und Weitergabe

1.14 Verpackung und Kontrolle

  • Abfüllung in Kunststoffbeutel
  • Verschweißen
  • eindeutige Beschriftung mit Chargennummer

Zusätzlich:

  • Metalldetektion vor Weitergabe an Konfektionierung

1.15 Hygienische Anforderungen

  • keine Lagerung in bodenstehenden Behältern
  • Verwendung geeigneter Transportmittel (z. B. Rollwagen)

1.16 Dokumentation

Dokumentation auf den Fertigungsprotokollen von:

  • Maschineneinstellungen
  • Produktionsfreigabe
  • Gewichtskontrollen
  • Reinigung und Desinfektion
  • Reinigungskontrollen

1.17 Bilanzierung

  • Erfassung des Mengenverhältnisses Ein- / Ausgang
  • Berücksichtigung von Herstellverlusten
  • Dokumentation über Fertigungsprotokolle

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qm/kapseln.txt · Zuletzt geändert: von susann.teuscher

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