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Inhaltsverzeichnis
| Rolle | Signatur | |
|---|---|---|
| Geprüft | Geschäftsführung | |
| Freigegeben | QM | |
Grundsätzliches
1. Zweck: Diese Arbeitsanweisung regelt Verantwortlichkeiten sowie das Vorgehen bei der Kapselherstellung mittels automatischer Kapselmaschinen.
2. Geltungsbereich: Diese Arbeitsanweisung gilt für den gesamten Produktionsbereich der Firma Pluripac GmbH.
Sie regelt alle Tätigkeiten der Weiterverarbeitung von festen Rohstoffmischungen mittels automatischer Kapselmaschinen.
3. Prozesseigner: PR
Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Definition |
|---|---|
| AV | Arbeitsvorbereitung |
| QM | Qualitätsmanagement |
| PR | Produktion |
Flowchart
Arbeitsanweisung: Herstellung von Kapseln
Die verantwortlichen Personen haben diese Arbeitsanweisung der Auftragsabwicklung anzuwenden, um einerseits die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, andererseits die Rohstoffmischungen ordnungsgemäß weiter zu verarbeiten.
1. Vorgehen
Die verantwortlichen Personen haben diese Verfahrensanweisung im Rahmen der Auftragsabwicklung anzuwenden, um:
- die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten
- die Rohstoffmischungen im Anschluss ordnungsgemäß weiterzuverarbeiten
1.1 Produktionsumfang
Bestellmengen ab 30.000 Kapseln werden auf den Kapselmaschinen Zanasi bzw. Praktika gefertigt.
1.2 Materialbereitstellung
- Leerkapseln werden aus dem Lager entnommen
- Einschleusung in den weißen Bereich
- Transport in den Produktionsraum mittels Transportwagen
1.3 Maschinenprüfung
Vor Produktionsbeginn ist sicherzustellen:
- alle Maschinenteile sind ordnungsgemäß eingebaut
- alle Schrauben sind fest und unversehrt
- keine Beschädigungen vorhanden
Ziel:
- Vermeidung von Maschinenschäden
- Vermeidung von Fremdkörpereintrag
1.4 Befüllung und Inbetriebnahme
- Kapseln in den Kapselfülltrichter geben
- Pulvermischung in das Pulverrotationsbecken einfüllen
- Befüllung bis Füllstandsensor reagiert
Anschließend:
- Maschine einschalten
- Produktionseinstellungen vornehmen
1.5 Einstellung Kapselgewicht
- Dosierknopf auf gewünschtes Gewicht einstellen
- ca. 20 Kapseln produzieren
- Gewicht kontrollieren
- ggf. nachjustieren
Wiederholung bis Sollgewicht erreicht ist.
1.6 Optimierung der Befüllung
Maßnahmen bei Abweichungen:
- Anpassung des Drucks am Kompressions-Ausstoßarm
- Regulierung der Produktionsgeschwindigkeit
Zusätzliche Möglichkeiten:
- Nachjustierung der Messer im Produktnivellierungskontrast
- Anpassung von Sensorhöhe / Nivellierung
1.7 Produktspezifikation
Prüfung auf:
- lebensmittelsicherheitsrechtliche Anforderungen
- kundenspezifische Anforderungen
Vorgaben:
- Verwendung ausschließlich freigegebener Rohstoffe und Premixe
- gültige Analysenzertifikate und Spezifikationen müssen vorliegen
Bei Bioprodukten:
- ausschließlich biokonforme Rohwaren und Kapseln verwenden
1.8 Verschlusskontrolle
- Einstellung des Schließandrückers zur Sicherstellung des Kapselverschlusses
1.9 Produktionsdurchführung
Nach abgeschlossener Einstellung beginnt die Produktion.
Vorgaben:
- Ziel: ± 2 % Gewichtsschwankung
- zulässig: ± 5 % in Ausnahmefällen
1.10 Inprozesskontrollen
Regelmäßige Kontrollen:
- Stichproben à 10 Kapseln (Gewicht)
- Einzelwiegung von 10 Kapseln
Zusätzlich:
- Kontrolle des Verschlusses mittels Größenmesser
1.11 Staubminimierung
Sicherzustellen:
- alle Abdeckungen, Deckel und Absaugstutzen sind angebracht
- Absaugung ist in Betrieb
1.12 Produktionsende
- Maschine stoppt durch Füllstandsensor
- Restpulver wird entfernt und entsorgt
1.13 Ausschuss und Weitergabe
- fehlerhafte Kapseln werden manuell aussortiert und gesperrt
- FB-QM-012 Fehlermeldeprotokoll wird ausgefüllt und die QM wird informiert
1.14 Verpackung und Kontrolle
- Abfüllung in Kunststoffbeutel
- Verschweißen
- eindeutige Beschriftung mit Chargennummer
Zusätzlich:
- Metalldetektion vor Weitergabe an Konfektionierung
5.15 Hygienische Anforderungen
- keine Lagerung in bodenstehenden Behältern
- Verwendung geeigneter Transportmittel (z. B. Rollwagen)
5.16 Dokumentation
Dokumentation auf den Fertigungsprotokollen von:
- Maschineneinstellungen
- Produktionsfreigabe
- Gewichtskontrollen
- Reinigung und Desinfektion
- Reinigungskontrollen
1.17 Bilanzierung
- Erfassung des Mengenverhältnisses Ein- / Ausgang
- Berücksichtigung von Herstellverlusten
- Dokumentation über Fertigungsprotokolle
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